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Air Quality Switzerland
Luftqualität in der Schweiz
Zur Analyse der Luftqualität an verschiedenen Schweizer Orten zeigen wir die Entwicklung der Luftqualität der letzten zehn Tage für ausgewählte Orte in der Schweiz. Die Analyse berücksichtigt die Temperatur, Windgeschwindigkeit und den Luftqualitätsindex (AQI), um zu verstehen, wie diese Faktoren die Luftverschmutzung beeinflussen.
Die ausgewählten Orte sind Zürich, Chur, Davos, Bern, Lugano, Martigny-Combe und das Jungfraujoch. Anhand dieser Auswahl ist es möglich, verschiedene klimatische und geografische Bedingungen zu berücksichtigen, insbesondere den Einfluss der Höhe auf die Luftqualität.
Klicken Sie auf einen Ort, um die detaillierten Daten und Diagramme zur Luftqualität der letzten zehn Tage zu sehen.
IM VERGLEICH.
Hier wird der Luftqualitätsindex der städtischen Gebiete Zürich, Bern und Lugano miteinander verglichen. Ebenfalls wird in den alpinen Gebieten Chur und Davos der Einfluss der Höhe auf die Luftqualität verglichen, sowie in Martigny-Combe und dem Jungfraujoch.
ZURICH, BERN UND LUGANO
Im Vergleich der drei Städten Zürich, Bern und Lugano sieht man, dass es trotz ähnlicher geografischer Lage und ähnlicher Wetterbedingungen gewisse Unterschiede in den Messergebnissen gibt. Die AQI-Werte in Zürich und Lugano zeigten sich insgesamt stabiler. In Bern hingegen kam es am 13. Oktober zu einem Anstieg auf 68, was eine spürbar schlechtere Luftqualität zur Folge hatte. Es lässt sich vermuten, dass die Windgeschwindigkeit einen wichtigen Einflussfaktor darstellt. In Zürich und Lugano konnten wir beobachten, dass sich die AQI-Werte an Tagen mit stärkeren Winden (über 3 m/s) verbesserten. In Bern hingegen führten selbst mäßige Windgeschwindigkeiten nicht zu einer Stabilisierung der Luftqualität. Dies könnte möglicherweise auf die tieferen Temperaturen zurückzuführen sein.
Es ist zudem denkbar, dass auch die geografische Lage einen Einfluss hat. Lugano hingegen profitiert von durchgehend milden Temperaturen und einer insgesamt besseren Luftqualität. Dies könnte auf die geschützte Lage und geringere Luftverschmutzung aus Industrie oder Verkehr zurückzuführen sein. Im Gegensatz dazu waren in Bern, auf höherer Lage und mit kälteren Temperaturen, besonders am 12. und 13. Oktober, gewisse Einschränkungen der Luftqualität zu verzeichnen. Dies könnte auf die Ansammlung von Schadstoffen bei geringen Windverhältnissen und kälterer Luft hindeuten.
Zürich wies eine bemerkenswerte Stabilität in der Luftqualität auf, obwohl auch dort kältere Temperaturen verzeichnet wurden. An windstilleren Tagen wurde hier ebenfalls ein Anstieg des AQI verzeichnet, jedoch nie auf die kritischen Werte wie in Bern. Dies lässt den Schluss zu, dass die Lage einer Stadt – ob geschützt im Tal, in einer Senke oder offener gegenüber Windströmen – in Kombination mit Wetterbedingungen einen wesentlichen Einfluss auf die Luftqualität hat.
MARTIGNY-COMBE UND CHUR
Die Luftqualitätsdaten aus Martigny-Combe und Chur zeigen in einigen Aspekten ähnliche Muster, jedoch auch einige Unterschiede, die durch lokale Gegebenheiten und Wetterfaktoren beeinflusst werden könnten. In beiden Städten lag der AQI im beobachteten Zeitraum zwischen 14 und 32, wobei Chur insgesamt tendenziell bessere Werte aufwies. An Tagen mit höherer Windgeschwindigkeit, wie am 10. Oktober in beiden Städten (Chur: 4,29 m/s, Martigny-Combe: 3,59 m/s), stieg der AQI überraschenderweise auf 31 bzw. 26. Dies lässt darauf schließen, dass selbst bei starkem Wind andere lokale Faktoren, wie etwa geografische Barrieren oder spezifische Emissionsquellen, einen Einfluss auf die Luftqualität haben könnten.
Die geografische Lage spielt eine wesentliche Rolle dabei. Es besteht die Möglichkeit, dass Martigny-Combe, in einem von Bergen umgebenen Tal, anfälliger für stagnierende Luftschichten ist, was trotz höherer Windgeschwindigkeiten die Schadstoffkonzentration erhöhen könnte. Bei ähnlichen Windgeschwindigkeiten konnten in Chur, ebenfalls von Bergen umgeben, tendenziell bessere Luftwerte verzeichnet werden. Die niedrigen AQI-Werte in Chur am 9. und 11. Oktober (14 bzw. 17) lassen darauf schließen, dass die Luft an windstilleren Tagen stabil bleibt. Dies könnte auf eine günstigere Durchlüftung der Stadt hindeuten.
Der Vergleich erschliesst, dass Wind eine wesentliche Rolle für die Luftqualität spielt. Allerdings wird der Einfluss des Windes auf die Luftqualität stark von der geografischen Lage und den topografischen Bedingungen bestimmt. Es lässt sich feststellen, dass Martigny-Combe anfälliger für eine Verschlechterung der Luftqualität zu sein scheint, während Chur bei ähnlichen Wetterbedingungen konstante gute Luftwerte aufweist.